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Das Projekt "ALNUS"

Erlenaufforstung auf wieder vernässten Niedermooren

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Autor (-en):
Dr. Achim Schäfer
Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE) e.V.,
c⁄o Botanisches Institut, Universität Greifswald
Kontakt:
Zusendung am:
01.12.2006
Einstellung am:
03.12.2006
Dokumenttyp:
für das Internetportal "Wald & Klima" zur Verfügung gestellter Überblick zum Projekt
Zusammenfassung:
Ziel des ALNUS-Projektes ist die Entwicklung eines Produktionsverfahrens für Erlenwertholz bei gleichzeitiger Minimierung der umweltschädigenden Effekte. Es wird untersucht, wie nass die Erlenanbaustandorte sein können, damit eine die Umwelt belastende Stofffreisetzung unterbleibt beziehungsweise eine Stoffbindung erfolgen und damit eine Entsorgungsleistung stattfinden kann. Durch die Integration waldbaulicher, ökologischer und ökonomischer Erkenntnisse werden Kriterien und Indikatoren für die Standortwahl und Standortbehandlung von Aufforstungsflächen entwickelt.

Logo des ALNUS-Projektes

Logo des Projektes

Niedermoore sind von hoher Bedeutung für den Klimaschutz. Entwässerung und herkömmliche landwirtschaftliche Nutzung führen zur Freisetzung von Kohlendioxid. Wiedervernässung und Aufforstung mit Schwarzerlen (Alnus glutinosa) kann hingegen einen wirkungsvollen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Produktionsverfahrens für Erlenwertholz bei gleichzeitiger Minimierung der umweltschädigenden Effekte. Es wurde untersucht, wie nass die Erlenanbaustandorte sein können, damit eine die Umwelt belastende Stofffreisetzung unterbleibt beziehungsweise eine Stoffbindung erfolgen und somit eine Entsorgungsleistung stattfinden kann.

Zur Demonstration verschiedener Aufforstungsvarianten wurde im Trebeltal nahe Brudersdorf eine degradierte Niedermoorfläche aufgeforstet und anschließend wieder vernässt. Die zentralen Fragestellungen des Projektes wurden auf der Basis umfangreicher Erhebungen in einem 85 Erlenbestände umfassenden Netz von Untersuchungsflächen in Mecklenburg-Vorpommern untersucht. Verschiedene Wiedervernässungsszenarien wurden an einem repräsentativen Talmoorausschnitt im Trebeltal modellhaft analysiert. Durch die Integration waldbaulicher, ökologischer und ökonomischer Erkenntnisse wurden Kriterien und Indikatoren für die Standortwahl und Standortbehandlung von Aufforstungsflächen entwickelt.
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Die Untersuchungen haben gezeigt, dass unter optimalen Bedingungen jährlich bis zu bis zu 30.000 kg CO2 ha-1 gegenüber dem Ausgangszustand (Grünlandwirtschaft) vermieden beziehungsweise festgelegt werden können. Die entscheidende Größe hierbei ist der Wasserhaushalt. Durch eine energetische Nutzung der Holzbiomasse können außerdem fossile Energieträger ersetzt und somit ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die Rentabilität der Erlenwirtschaft wurde modellhaft berechnet und der monetäre Wert der damit verbundenen ökologischen Leistungen abgeschätzt. Dabei wurde deutlich, dass eine umweltverträgliche Erlenwirtschaft volkswirtschaftlich eine sehr billige Klimaschutzmaßnahme ist.

Auf der Internetseite zum ALNUS-Projekt finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt: » http:⁄⁄www.uni-greifswald.de⁄~alnus⁄.

Über die wichtigsten umsetzungsrelevanten Ergebnisse informiert der vornehmlich für die praktische Umsetzung publizierte ALNUS-Leitfaden, der Kriterien und Maßgaben für die Standortwahl und -behandlung von Aufforstungsflächen enthält. Darin wird ein umfassender Überblick zur Eignung, Identifikation und zu den wasserwirtschaftlichen Anforderungen von wieder zu vernässenden Standorten gegeben.

Der Leitfaden kann kostenlos bestellt werden bei:

Institut für Dauerhaft Umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde DUENE e.V.

c⁄o Institut für Botanik und Landschaftsökologie

Grimmer Str. 88
17487 Greifswald

oder im Internet auf der folgenden Seite:
» http:⁄⁄www.uni-greifswald.de⁄~alnus⁄, Menüpunkt "ALNUS-Leitfaden bestellen".

Die Inhaltsübersicht und die Einleitung des Leitfadens steht Ihnen hier als pdf-Datei zum Herunterladen zur Verfügung:
» Inhalt & Einleitung zum ALNUS-Leitfaden (0,3 MB).

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